27. Januar 2026
Fasan - Wildgeflügel
Fasan – Ein edles Wild in Rheinland-Pfalz: Jagd, Bezeichnungen, Geschmack und Zubereitung
Der Fasan (Phasianus colchicus) zählt zu den bekanntesten und faszinierendsten Wildvögeln unserer heimischen Fauna. Besonders in Rheinland-Pfalz (RLP) ist die Fasanenjagd ein fester Bestandteil der Jagdtradition. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Bezeichnungen des Fasans, seine Lebensgewohnheiten, den Geschmack seines Fleisches sowie Tipps zur Zubereitung.
Bezeichnungen und Herkunft
Der Fasan wird in der Jägersprache oft als „Edelfasan“, „Jagdfasan“ oder schlicht „Wildgeflügel“ bezeichnet. In einigen Regionen hört man auch Begriffe wie „Hahn“ für den männlichen Fasan oder „Henne“ für das Weibchen. Ursprünglich stammt der Fasan aus Asien, wurde aber bereits im Mittelalter nach Europa eingeführt und ist heute in weiten Teilen Deutschlands heimisch.
Lebensgewohnheiten des Fasans
Fasane bevorzugen abwechslungsreiche Kulturlandschaften mit Feldern, Hecken, Wiesen und kleinen Wäldern. Sie sind Bodenbewohner, die sich tagsüber meist am Boden aufhalten und nur bei Gefahr auffliegen. Ihre Nahrung ist vielfältig: Samen, Beeren, Insekten und kleine Wirbellose stehen auf dem Speiseplan. Besonders in den Morgen- und Abendstunden sind Fasane aktiv.
Die Brutzeit beginnt im April. Das Weibchen versteckt das Nest gut am Boden und kümmert sich allein um die Aufzucht der Küken. Der Fasan ist ein Standvogel, bleibt also das ganze Jahr über in seinem Revier.
Jagd in Rheinland-Pfalz
Die Fasanenjagd hat in RLP eine lange Tradition. Die Hauptjagdzeit liegt zwischen Oktober und Januar. Gejagt wird meist in Form von Gesellschaftsjagden, bei denen die Jäger in einer Kette durch das Revier streifen und die Fasane aufscheuchen. Die Jagd ist anspruchsvoll, da Fasane schnell und wendig fliegen.
Geschmack und Zubereitung
Fasanenfleisch gilt als Delikatesse. Es ist hell, zart und hat ein feines, leicht wildes Aroma – milder als das von Rebhuhn oder Wildente. Junge Fasane sind besonders saftig, während ältere Tiere etwas kräftiger im Geschmack sind und sich gut für Schmorgerichte eignen.
Zubereitungstipps
Fasan kann auf verschiedene Arten zubereitet werden:
- Braten: Der klassische Fasanenbraten wird im Ofen mit Butter, Speck und Kräutern gegart. Damit das Fleisch saftig bleibt, empfiehlt es sich, den Fasan regelmäßig zu übergießen oder in einen Bratschlauch zu geben.
- Schmoren: Besonders ältere Tiere eignen sich für Schmorgerichte, etwa in Rotwein mit Wurzelgemüse.
- Fasanenragout: Ausgelöstes Fleisch kann zu feinen Ragouts oder Terrinen verarbeitet werden.
- Beilagen: Typische Begleiter sind Rosenkohl, Rotkohl, Maronen und Kartoffelklöße.
Ein Tipp: Fasanenfleisch neigt dazu, schnell trocken zu werden. Daher sollte es nicht zu lange gegart werden. Das Einlegen in Buttermilch oder eine Marinade kann das Fleisch zusätzlich zart machen.
Fazit
Der Fasan ist ein Symbol für die Vielfalt der heimischen Wildküche in Rheinland-Pfalz. Seine Jagd erfordert Können und Respekt vor dem Wild. Wer das Glück hat, einen Fasan zu erbeuten oder zu kaufen, sollte sich Zeit für die Zubereitung nehmen – das Ergebnis ist ein kulinarischer Hochgenuss mit Tradition und Geschichte.
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